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Der Saltner

Seit jeher werden die Rinder der Bauern aus der Gemeinde Kastelruth in den Sommermonaten auf dieser Alm vom „Saltner“, was auch „Almhirte, Senner“ bedeutet, betreut. Gewöhnlich wird das Vieh im Juni beim sogenannten Almauftrieb auf die Weide des Saltners gebracht. In den letzten Jahren waren es sehr viele Tiere, das der Obhut des Saltners anvertraut wurde. Die Rinder müssen überwacht werden, ob sich keines verliert, ob sie gesund sind oder tierärztliche Hilfe geholt und die jeweiligen Besitzer verständigt werden müssen. Außerdem wird die Weide eingeteilt und eventuelle Zugabe von Salzsteinen geregelt. Gegen Ende September/Oktober erfolgt dann der bekannte Almabtrieb.

Almabtrieb

Als Almabtrieb bezeichnet man die Überführung des Viehs von den Bergweiden (Almen) ins Tal, wo es in den Stallungen der Bauernhöfe überwintert. Ist der Almsommer für Mensch und Tier ohne tödliche Unfälle verlaufen, werden in vielen Gegenden die Herden für den Abtrieb kunstvoll geschmückt und der Almabtrieb mit Musikveranstaltungen verbunden. Diese Feste bildeten früher im September oder Oktober den Abschluss des Almlebens. Für den Kopfschmuck der Tiere wird traditionell der Almrausch (Alpenrose) oder Latschenkiefer verwendet, sowie die Silberdistel und Seidenblumen. Eine besondere Rolle spielt dabei die sogenannte Kranzkuh. Sie bekommt einen ganz besonders pompösen Kopfschmuck. Bergab auf den Weg in die heimischen Ställe führt die Kranzkuh traditionell die Herde an. Der Kranz wird mit viel Liebe aus Zweigen, Blumen, Gräsern und Bändern in Form einer Krone geflochten. Meist enthält er ein Kreuz, womit um den Schutz des Himmels gefleht wird. Heute ist dieser Brauch vielerorts zu einer mit Spezialitäten gefeierten Touristenattraktion geworden.

Die Saltner Familie

Der neue Saltner zog mit seiner Familie (Frau und 2 Kinder) im Sommer 2011 auf der Hütte ein und kommt mit der Unterstützung seiner Familienmitglieder der verantwortungsvollen Aufgabe nach.

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